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Verleihung des Förderpreises 2017

an M.Sc. Christina Pils für ihre Masterarbeit
Flächeneffizienz durch Flurbereinigung – ein Verfahrensvergleich

Verleihung des DLKG Förderpreises 2017: (von links) Laudator Dr. Michael Schaloske, M.Sc. Christina Pils und Prof. Dr. Karl-Heinz Thiemann Verleihung des DLKG Förderpreises 2017: (von links) Laudator Dr. Michael Schaloske, M.Sc. Christina Pils und Prof. Dr. Karl-Heinz Thiemann

Frau M.Sc. Christina Pils wurde am 14. November 2017 auf der 38. Bundestagung der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) in Stuttgart mit dem Förderpreis der DLKG ausgezeichnet.

Mit dem Preis würdigt die DLKG die hervorragende wissenschaftliche Leistung der Masterarbeit von Frau Pils mit dem Thema „Flächeneffizienz durch Flurbereinigung – ein Verfahrensvergleich“. Die Arbeit wurde von ihr im Rahmen des Masterstudiums der Geodäsie und Geoinformation an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn erstellt und von Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Theo Kötter, Professur für Städtebau und Bodenordnung, betreut.

In seiner Laudatio hob Herr Dr.-Ing. Michael Schaloske, Leiter des Referats Strukturentwicklung ländlicher Räume im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und Vertreter der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (ArgeLandentwicklung) im Vorstand der DLKG die besondere Bedeutung der Masterarbeit sowohl für die Methodik der Flurbereinigung, als auch für die Landeskultur und Praxis hervor.

In ihrer Masterarbeit analysiert Frau Pils zunächst die Flächeninanspruchnahme in ländlichen Räumen und stellt die damit verbundenen Konflikte mit der landwirtschaftlichen Bodennutzung dar. Die überaus gelungene Analyse verdeutlicht, dass die Flächenansprüche erheblich zugenommen haben und fast ausschließlich zu Lasten der mittlerweile knapp werdenden landwirtschaftlichen Nutzflächen befriedigt werden. Daher ist ein effizienterer Umgang mit der Fläche nicht nur im Bereich der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung, sondern auch beim Hochwasser-, Boden und Gewässerschutz sowie in der Landschaftspflege dringend geboten.

Vor diesem Hintergrund stellt Frau Pils die Möglichkeiten der ländlichen Bodenordnung zur Steigerung der Flächeneffizienz allgemein dar. Sie belässt es jedoch nicht nur bei einer qualitativen Beschreibung, sondern entwickelt einen Bewertungsrahmen mit 17 Kriterien und jeweils zugeordneten Indikatoren, um die Flächeneffizienz von Flurbereinigungsverfahren auch quantitativ erfassen und analysieren zu können. Über eine Gewichtung der Kriterien und Skalierung der zugeordneten Indikatoren kommt die von ihr entwickelte Multikriterienanalyse im Endergebnis zu einer Prozentzahl, die die Flächeneffizienz der untersuchten Flurbereinigung quantifiziert. Damit werden auch unterschiedliche Planungsvarianten in einem Verfahren direkt vergleichbar und so Steigerungen der Flächeneffizienz leicht nachvollziehbar möglich.

Die Verifizierung der Methodik an zwei Fallbeispielen ist überaus überzeugend. Da die Fallbeispiele nicht 100 % Flächeneffizienz erreichen, nimmt Frau Pils für die Beispielverfahren eine Analyse der formellen Verfahrensabläufe vor. Hieraus ergeben sich konkrete Verbesserungsmöglichkeiten, die sie zu generellen Handlungsempfehlungen verallgemeinert.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es Frau Christina Pils in der für eine Masterarbeit üblichen, aber vergleichsweise kurzen Bearbeitungszeit gelungen ist, eine Bewertungsmethodik für die Flächeneffizienz von Flurbereinigungen anwendungsreif zu erarbeiten und überzeugend zu erproben. Ihre Forschungsergebnisse sind für die Landeskultur von besonderer Bedeutung und beispielgebend für Studierende auf diesem Gebiet. Dies soll mit der Preisvergabe gewürdigt und herausgestellt werden.