preiswerte Flyer und Faltblätter

Arbeitsgruppen in den Bundesländern

Arbeitsgruppe Baden-Württemberg

Vorsitzende

Dipl.-Ing. Claudia Kallning
Landratsamt Rems-Murr-Kreis
Geschäftsbereich Vermessung und Flurneuordnung
in Waiblingen

Dipl.-Betriebsw. Susanne Hilland (Arbeitsgruppe Baden-Württemberg)

Stellvertretende

Dipl.-Betriebsw. Susanne Hilland
Hochschule Heilbronn
Master International Tourism Management
in Heilbronn

Arbeitsgruppe Bayern

Dipl.-Ing. Dr. Harald Volz (Arbeitsgruppe Bayern)

Vorsitzender

Dipl.-Ing. agr. Dr. Harald Volz
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau,
Bodenkultur und Ressourcenschutz
in Freising

Dipl.-Ing. Joachim Omert (Geschäftsführer DLKG und stellv. Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bayern)

Stellvertreter

Dipl.-Ing. Joachim Omert
Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken
Sachgebiet Landwirtschaft
in Würzburg

Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen

Dipl.-Verm.-Ing. Andreas Peter (Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen)

Vorsitzender

Dipl.-Verm.-Ing. Andreas Peter
Bezirksregierung Arnsberg
Dezernat 33 - Ländliche Entwicklung, Bodenordnung
in Arnsberg

Stellvertreter

Dipl.-Ing. Dr. Andreas Blaufuß-Weih
Ginster Landschaft + Umwelt
Landschaftsarchitekt AK NRW
in Meckenheim

Arbeitsgruppe Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland

Dipl.-Ing. geod. Thomas Mitschang (stellvertretender Vorsitzender DLKG)

Vorsitzender

Dipl.-Ing. geod. Thomas Mitschang
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau
Ref. Ländliche Entwicklung, Bodenordnung
und Flurbereinigungsverwaltung
in Mainz

Stellvertreterin Rheinland-Pfalz

Anne-Ruth Windscheif
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel
Landentwicklung und Ländliche Bodenordnung (210)
in Bitburg

Dr.-Ing. Andrea Soboth (Arbeitsgruppe Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland), © Richard Stephan Fotografie

Stellvertreterin Hessen

Dr.-Ing. Andrea Soboth
IfR Institut für Regionalmanagement GbR
in Gießen

Stellvertreter Saarland

Otmar Weber
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland
Agentur ländlicher Raum
in Saarbrücken

Arbeitsgruppe Sachsen

Dipl.-Ing. Anja Portsch (Arbeitsgruppe Sachsen)

Vorsitzende

Dipl.-Ing. Anja Portsch
Landratsamt Meißen Kreisvermessungsamt
in Großenhain

Stellvertreter

Volker Wilhelms
Verband für Ländliche Neuordnung Sachsen
in Nossen

Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein

Dipl.-Ing. Kerstin Ebke (Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein)

Vorsitzende

Diplom-Agraring. Kerstin Ebke
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Fachbereich Umwelt
in Rendsburg

Dipl.-Ing. Sönke Hauschild (Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein)

Stellvertreter

Dipl.-Agraring. Sönke Hauschild
Bauernverband Schleswig-Holstein
in Rendsburg

Dipl.-Ing. geod. Peter König (Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein)

Stellvertreter

Dipl.-Ing. geod. Peter König
Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
des Landes Schleswig-Holstein
in Flintbek

Arbeitsgruppe Thüringen

Vorsitzender

Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL)
in Jena

Stellvertreter

Dipl.-lng. agr. Ulf Schrön
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
in Erfurt

Berichte aus den Arbeitsgruppen

Die Referenten: Soboth, Wintergerst, Kaluza, Klimaschewski, Müller, Lazay, Ewald, Thiemann, Conrad

Die Referenten: Soboth, Wintergerst, Kaluza, Klimaschewski, Müller, Lazay, Ewald, Thiemann, Conrad

Frau Siglinde und Herr Prof. Axel Lorig

Frau Siglinde und
Herr Prof. Axel Lorig

Feste-Fehmarn-Beltquerung (Quelle: www.pixabay.com) Feste-Fehmarn-Beltquerung
Tagung zum ländlichen Wegebau: "Bund und Länder gefordert", Berlin 2013 (Quelle: DVB)

Tagung zum ländlichen Wegebau: "Bund und Länder gefordert", Berlin 2013

Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein besucht das Projekt "Blühendes Steinburg" (Quelle: DLKG) Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein besucht das Projekt „Blühendes Steinburg“ (von links: Holger Gerth, Peter Lüschow und Kerstin Ebke)
Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung intakter Kulturlandschaften für den ländlichen Raum (AG Rheinland-Pfalz) Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung intakter Kulturlandschaften für den ländlichen Raum
Herbsttagung: Betriebszweig Natur- und Umweltschutz in der Landwirtschaft – Was bringt die Agrarreform nach 2013? (Quelle: DLKG) Herbsttagung "Was bringt die Agrarreform nach 2013?" der Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein fand große Resonanz

2011
Betriebszweig Natur- und Umweltschutz in der
Landwirtschaft – Was bringt die Agrarreform nach 2013?

Bericht: Ministerialrat a. D. Rudolf Meisterjahn
Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein

Welchen zukünftigen politischen Entwicklungen steht die Landwirtschaft gegenüber? Wie kann sie in Zukunft noch besser mit Natur- und Umweltschutz in Einklang gebracht werden?

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Das Thema Betriebszweig Natur- und Umweltschutz in der Landwirtschaft – Was bringt die Agrarreform nach 2013? der Herbsttagung der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) fand große Resonanz und führte am 7. Oktober 2011 in der Aula der Fachhochschule Kiel, FB Agrarwirtschaft, in Osterrönfeld zahlreiche Teilnehmer/innen aus der Landwirtschaft, aus Politik und Verwaltung zusammen.

Kerstin Ebke als DLKG-Landesvorsitzende und Prof. Dr. Braatz als Hausherr der FH hoben bei der Begrüßung hervor, dass sich viele Fragen gerade zu diesem Thema für die künftige Förderung und für die landwirtschaftliche Praxis ergeben. Politik spielt hierbei stets eine Schlüsselrolle. So war es nicht verwunderlich, dass bereits der erste Vortrag von der Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Britta Reimers aus dem Kreis Steinburg, auf großes Interesse stieß. Die künftige Agrarreform ist noch nicht abschließend bestimmt – hob sie gleich zu Anfang hervor. Ein erster Entwurf der EU-Kommission soll am 12.10.2011 vorgestellt werden. Gewisse Trends für die künftige EU-Agrarpolitik lassen sich bereits an Signalen bisheriger Arbeitspapiere, die oftmals als sog. „non papers“ bei den Gremien der EU bekannt und diskutiert werden, erkennen, so Britta Reimers. Kernthema sei hier: Es gibt nicht mehr Geld! - Die EU will Ziele und Finanzen konzentrieren.

Dabei werden Ziele wie intelligentes und ressourcenangepasstes Wachstum sowie Entwicklung einer Gesellschaft mit sozialem und ökonomischem Zusammenhalt verfolgt. Als Konsequenz zeichnen sich u. a. folgende politischen Förderprioritäten ab:

  • Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe (alle Arten von Landwirtschaft)
  • Wissenstransfers von der Forschung in die Praxis
  • Erhalt und Verbesserung der Ökosysteme in der Landwirtschaft
  • Lebensmittelproduktion und Verbraucherschutz
  • Arbeitsplatzsicherung in den ländlichen Räumen
  • Kohlenstoffarmes Wirtschaften im ländlichen Raum

Den Aussichten auf einen baldigen Kompromiss um die künftige Agrarförderung erteilte Britta Reimers einen Dämpfer. Erschwerend kommt hinzu, dass der Druck auf den Agrarhaushalt (bisher rund 39% des gesamten EU-Haushalts) aufgrund neuer Aufgaben und Politikfelder der EU steige.

„Effektiver Naturschutz geht nur mit Landwirten/innen“, so die Kernthese des folgenden Vortrags aus Rheinland-Pfalz. Im Fokus steht daher die Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe, auf die man im Landwirtschaftsministerium in Mainz im Programm PAULa (Programm Agrar, Umwelt, Landwirtschaft) mit dem Konzept des Partnerbetriebs-Naturschutz setzt, wie Inge Unkel aus dem dortigen Ministerium und Brigitte Leicht vom Dienstleistungszentrum (DLZ) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (Agrarverwaltung) berichteten.

Bisher sei ein Modellversuch mit 18 Betrieben aus allen Landesteilen erfolgreich gestartet. 2010 sind weitere 60 Betriebe dazugekommen mit durchschnittlich 64 ha (im Vergleich: Der Landesdurchschnitt liegt dort bei 25 ha). Ziel sei dabei, auf freiwilliger Basis betriebsspezifische Naturschutzziele zu entwickeln und zu vereinbaren. Das Produkt „Naturschutz“ soll dem Landwirt auch einen wirtschaftlichen Nutzen und Erfolg bringen. Die bisherigen Praxiserfahrungen zeigten, dass die flexible Beratung mit betriebsspezifischen Naturschutzzielen ein Schlüssel zum Erfolg sind.

Wichtige Positionen für Schleswig-Holstein zeichneten sich in der großen Podiumsdiskussion ab: Torsten Elscher vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume argumentierte u.a. für einen ergebnisorientierten Naturschutz mit Betrieben, der insbesondere die europarechtlichen Verpflichtungen unterstütze wie u. a. Natura 2000, WRRL oder Biodiversität.

Ein Plädoyer für Naturschutz auf freiwilliger Basis erhob Klaus-Peter Lucht. Dies sei erfolgversprechender und zeige sich im erfolgreichen Programm des Bauernverbandes mit der Stiftung Naturschutz „Blühendes Steinburg“. Hier wird die Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen belohnt. Das Ergebnis für die Arten zählt! Die Förderung durch die EU mit erster und zweiter Säule müsse bleiben.

Jochen Thun von der Landgesellschaft berichtete vom derzeitigen Stand der Verträge im Vertragsnaturschutz in Schleswig-Holstein. Auch Uwe Dierking von der Koordinierungsstelle Natura 2000 führte aus, dass freiwilliger Naturschutz in der Landwirtschaft ein Erfolgsmodell sei, das mit finanziell attraktiven Anreizen verbunden und flexibel in der Programmgestaltung sein müsse. Den Artenschutz thematisierte ebenfalls Dr. Holger Gerth mit seinem Appell für artenreiche Wiesen.

Der Konsens war greifbar. Naturschutz in der Landwirtschaft ist freiwillig ein Erfolgsmodell, muss mit finanziell attraktiven Anreizen verbunden sein und flexible Programme anbieten.
Der Vorschlag des Landwirts Gerd Schumacher aus Malente bildete fast das Schlusswort der Tagung. Er schlug vor, insbesondere die Gewässerrandstreifen zu fördern. Hier sei ein multifunktionaler Mehrfachnutzen schnell und nachhaltig möglich. Von Gewässerrandstreifen profitieren das Land zum Vollzug der EU-WRRL, der Natur- und insbesondere der Artenschutz, der Landwirt aus der extensiven Nutzung und als nutzbares Vorgewände in Ackerlagen und die WaBoVerbände bei erleichterter Gewässerunterhaltung. Ein Vorschlag, der Zustimmung fand – so der Moderator der Tagung, Sönke Hauschild (stellvertretender Landesvorsitzender der DLKG), der eine erfolgreiche Tagung beenden konnte.


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2011
Flächenmanagement zum sparsamen Umgang mit
landwirtschaftlicher Nutzfläche – eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe Thüringen anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens

Bericht: Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Arbeitsgruppe Thüringen

Die Veranstaltung in Löbichau am 15. Juni wurde gemeinsam von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera sowie der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) organisiert.

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Gewidmet war die Veranstaltung dem zwanzigjährigen Bestehen der Landesarbeitsgruppe Thüringen der DLKG. Sie wurde am 26. September 1991 durch den damaligen Fachbereichsleiter der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt Thüringen, Herrn Prof. Dr. Dieter Roth, in Jena gegründet. Im Mai 2001 übernahmen Maik Schwabe (Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft) und Ulf Schrön (Geschäftsführer der Thüringer Landgesellschaft mbH) den Vorsitz der Arbeitsgruppe mit etwa vierzehn ständigen Mitgliedern.

Zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppe gehören die Ausrichtung von ein bis drei Regionalveranstaltungen im Jahr gemeinsam mit örtlichen Partnern sowie die Beteiligung an den DLKG-Bundestagungen, die 1992 in Jena und 2004 in Weimar stattfanden. Die DLKG bietet somit ein Forum für unterschiedliche Interessenträger im ländlichen Raum – ein Ansatz, der insbesondere zur Bewältigung von Nutzungskonflikten beitragen kann.

Der Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke befindet sich nach wie vor auf zu hohem Niveau. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden im Jahr 2009 täglich 2,7 Hektar Fläche in Thüringen dafür in Anspruch genommen. Peter Ritschel, Präsident der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, forderte deshalb in seinem Vortrag den Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen. Der anhaltend hohe Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke im Freistaat sowie die dafür erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen betreffen vorwiegend wertvolle landwirtschaftlich genutzte Böden. Daher muss es vorrangiges Ziel sein, den Flächenverbrauch schnellstmöglich zu minimieren. Als aussichtsreiche Handlungsfelder des „Flächensparens“ nannte Ritschel unter anderem den Vorrang der Innenentwicklung, die Lenkung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die Flächenrekultivierung sowie die Förderung von Problembewusstsein. Gleichwohl stehen Landwirte in der Verantwortung Böden vor Erosion und Schadverdichtungen zu schützten. Ein in Vorbereitung befindliches Standpunktpapier der TLL soll auf die Problematik aufmerksam machen.

Ein wichtiges Instrument des Flächenmanagements zur Minimierung des Verbrauchs landwirtschaftlicher Nutzfläche sind Flurneuordnungsverfahren. Beispiele der erfolgreichen Durchführung stellten drei Vertreter aus dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera vor. Der stellvertretende Amtsleiter Gerit Cöster demonstrierte am Pilotverfahren „Rauda“, wie bei der Planung von Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung und des Hochwasserschutzes ein Ausgleich zwischen den Belangen von Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz erreicht und die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen finanziert werden können. Am Beispiel der Renaturierung des Oschützbaches im Flurbereinigungsverfahren Köckritz/Köfeln verwies Gruppenleiter Ralf Prüger insbesondere auf den Nutzen der Lenkung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Gruppenleiter Markus Dölle stellte anschließend am Beispiel der Wismut-Sanierung vor, wie insbesondere Erwerb, Erschließung und Folgenutzung der Flächen gemeinsam mit Eigentümern und Nutzern durchgeführt werden kann.

Eine der beiden Exkursionsrouten am Nachmittag führte über rekultivierte Flächen des ehemaligen Bergbaubetriebes „Drosen“. Am erhalten gebliebenen Förderturm von Schacht 403 schilderten Zeitzeugen ihre Erfahrungen über die Veränderung der Landschaft und der Landnutzung vor, während und nach dem Uranerzbergbau.

Die zweite Exkursion führte zur begehbaren Landkarte nach Ronneburg. Hier erhielten die Teilnehmer einen Eindruck von der Ausdehnung des ehemaligen Uranerzbergbaus in Ostthüringen, der Sanierung und den damit verbundenen Landschaftsänderungen.


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2011
„Leitlinien Landentwicklung“ neu gefasst

ARGELandentwicklung

Die "Leitlinien Landentwicklung – Zukunft im ländlichen Raum gemeinsam gestalten" richten sich an Politik, die interessierte Öffentlichkeit, Verwaltungen und Institutionen, die für die nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in Stadt und Land Verantwortung tragen.

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2011
Wertschöpfung durch Waldflurbereinigung
und ländliche Infrastrukturen

Internationale Tagung
zum Internationalen Jahr der Wälder in Mainz, 2011

Waldflurbereinigungen ermöglichen für die forstliche Landnutzung vielfältige ökologische und wirtschaftliche sowie strukturelle und nicht-monetäre Leistungen, deren Wertschöpfung oft allgemein als bekannt vorausgesetzt wird.

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Diese Leistungen bedürfen immer eines interdisziplinär abgestimmten Handelns. Mit der internationalen Tagung der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG), des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (ArgeLandentwicklung), getragen durch die Vorbereitung und Organisation der Landentwicklungs- und Landesforstverwaltungen des Landes Rheinland-Pfalz, gelingt der besondere Blick auf die Bewältigung der fachwissenschaftlichen wie planerischen Herausforderungen der Waldflurbereinigung und infrastrukturellen Entwicklung der ländlichen Räume. Welche Wertschöpfung bringt die Waldflurbereinigung in Europa? Gibt es hierfür neue Ansätze? Wie gehen die einzelnen europäischen Länder vor? Welcher Strategien bedürfen die Infrastrukturausstattung und der Waldwegebau? Welche Erwartungen werden aus dieser Sicht an Forschung, Entwicklung und zivilgesellschaftliches Handeln gerichtet? Die Vorträge der Tagung decken dazu ein weites Feld von Beiträgen aus Wissenschaft und Planung über beispielhafte Projekte aus ausgewählten europäischen Ländern bis hin zu politischen Initiativen in Deutschland ab.

 

Vorträge / Präsentationen

Download im PDF-Format
 
Mats Backmann
Lantmäteriet, National land survey Sweden
Rural development by Forest Land Consolidation in Sweden
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Alain Besch
Office national du Remembrement O.N.R.
Waldflurneuordnung in Luxemburg – Strategien zur Verbesserung der Struktur und Infrastruktur
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Dr. Harald Egidi
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz
Waldumbau: Forstliche Maßnahmen für die Zukunft – Beiträge für Klimaschutz und Naturschutz
Zur Präsentation
 
Dr. Wolfgang Haslehner, Fachhochschule Mainz
Vergleichende Untersuchung zum ländlichen Straßenwesen Deutschland, Schweiz und Österreich
Zur Präsentation
 
Hans R. Heinimann, ETH Zürich
Gestaltung und Umgestaltung ländlicher Erschließungsnetze – Möglichkeiten der mathematischen Optimierung
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Dipl.-Geogr. Silvia Arabella Hinz
Universität der Bundeswehr München
Der neue Ansatz: Ganzheitliches Wertschöpfungsmodell der Waldflurbereinigung
Zur Präsentation
 
Gunnar Bjerke Osen, Øvre Telemark jordskifterett
Waldflurbereinigung in Norwegen – heute und morgen
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Winand Schmitz, Landesforsten Rheinland-Pfalz
Zukunftsweisende Modelle der Waldflurbereinigung in Rheinland-Pfalz
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Heribert Sperlich
Geschäftsführer Verband der
Teilnehmergemeinschaften Rheinland-Pfalz
Bautechnische Ausführung ländlicher Infrastrukturen und Erschließungsnetze
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Mikko Uimonen & Kalle Konttinen
Maanmittauslaitos, National Land Survey of Finland
Assessing the need for forest land consolidation in Finland
Zur Präsentation
 
Dr. Bernd Wippel
Selbständigkeit forstlicher Zusammenschlüsse – Waldnutzungsansätze in der Zukunft
Zur Präsentation
 
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2010
Photovoltaik-Anlagen auf
landwirtschaftlichen Nutzflächen

Bericht: Hans-Jürgen Unger, Arbeitsgruppe Bayern

Gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Führungsakademie (FüAk), der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der Arbeitsgruppe Bayern am 14. Juli 2010 in Niederalteich

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Aufgrund der großen Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf landwirtschaftlichen Nutzflächen entsteht für die Behörden Handlungsbedarf bezüglich Genehmigungen, laufendem Betrieb der Anlagen und Umgang nach Ablauf der 20 Jahre Betriebszeit.  Für diesen in der Öffentlichkeit oft sehr emotional geführten Umgang mit PV-Anlagen brauchen die Träger öffentlicher Belange solide Kenntnisse und konkrete Vorstellungen, um die Interessen der Behörden sachlich zu vertreten.

Ziel der Veranstaltung war es, den Behörden wertvolle Argumentationshilfen für Stellungnahmen zu liefern. Die Teilnehmer erhielten dazu einen Überblick über regenerative Energien und einen Einblick in die Funktionsweise sowie Technik und Rentabilität von PV-Anlagen. Belange von Landwirtschaft und Naturschutz wurden erläutert und diskutiert. Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Mitarbeiter der Landwirtschafts- und Naturschutzverwaltungen. Circa 60 Teilnehmer nahmen das Angebot wahr. Am Vormittag wurden vier Vorträge gehalten, am Nachmittag zwei PV-Anlagen besichtigt.

Prof. Dr. Josef Hofmann, FH Landshut, stellte fossile und regenerative Energieträger im Vergleich vor und stellte die jeweiligen Vor- und Nachteile heraus. Sein Fazit – ein Umstieg auf regenerative Energien ist aus folgenden Gründen erforderlich:

  • Klimaschutz und Reduzierung des CO2-Ausstoßes,
  • Energiekonkurrenz mit Schwellenländern (China, Indien),
  • Verknappung und Preissteigerung fossiler Energieträger,
  • Energieversorgungssicherheit ist in Deutschland gefährdet.

Folglich sollte die Nutzung aller regenerativen Energieträger ausgebaut werden. Gleichzeitig müssten Anstrengungen unternommen werden, den Energieverbrauch zu senken sowie die Effizienz in der Energienutzung zu erhöhen.

Robert Wagner von C.A.R.M.E.N, Straubing überschrieb sein Referat mit „Regenerative Energieträger – Konkurrenten um Ressourcen“. Das Problem bestehe darin, dass alle Arten der regenerativen Energiegewinnung fast ausschließlich auf landwirtschaftlicher Nutzfläche stattfinden und damit u. a. auf die Akzeptanz der Landnutzer und Anlieger angewiesen sind. Die Flächeneffizienz von PV-Anlagen ist gegenüber Biogas und Btl um ca. 20mal höher. Nachteil sei, dass diese Energie nur bei Sonnenschein bzw. am Tag zur Verfügung stehe.
Sein Resümee: Am besten scheint ein Energiemix aus PV-Anlagen, aus Biogas, Windenergie und Festbrennstoffen.

Frau Heidemarie Niedermeier-Stürzer, LfU Augsburg, beleuchtete die PV-Freiflächenanlagen aus Sicht der Naturschutzverwaltung. Rund 40 % der bundesweiten PV-Leistung sind in Bayern installiert. Dies führte mitunter zu großen Eingriffen in Natur und Landschaft. Diese Probleme müssen im Rahmen einer aktiven Standortplanung bzw. bei der Aufstellung von Flächennutzungs- bzw. Landschaftsplänen frühzeitig gelöst werden. Details müssen dann bei der Erarbeitung des Bebauungsplans, der in jedem Fall nötig ist, geklärt werden.

Zur Erleichterung der Standortsuche wurden folgende Kriterien aufgestellt:

  • ausschließende Kriterien,
  • einschränkende Kriterien,
  • Eignungskriterien.

Diskutiert wird nahezu überall der Kompensationsbedarf für den Eingriff. Er liegt in der Regel bei 0,2. Durch weitere Maßnahmen wie z. B. die Verwendung von standortgemäßem, autochthonem Saat- und Pflanzgut kann er bis auf 0,1 gesenkt werden.

Dr. Harald Volz, LfL Freising, beschäftigte sich mit den PV-Anlagen aus landwirtschaftlicher Sicht. Solche Anlagen sind nicht nur eine Flächenkonkurrenz zur landwirtschaftlichen Nutzung und wirken sich zumindest örtlich auf die Pachtpreise aus, sondern sie führen auch zu Konflikten mit den Nachbarn wenn z. B. die Anlagen mit Hecken eingegrünt sind. So gelten beim Pflanzenschutzmitteleinsatz mitunter Bewirtschaftungsauflagen bis zur Einhaltung von Abstandsstreifen. Herr Dr. Volz stellte Möglichkeiten der Mehrfachnutzung der Freiflächen z. B. Geflügelhaltung, Beweidung mit Schafen, Rindern oder Pferden vor sowie den Anbau von Sonderkulturen. Als letztes ging er auf das agrarökologische Aufwertungspotenzial dieser Flächen ein. Neben dem Einsatz von autochthonem Saat- und Pflanzgut war der Hinweis, dass solche Flächen auch als Ausgleichs- und Ersatzflächen auf Zeit (20 Jahre) genutzt werden könnten; ein interessanter Aspekt.

Am Nachmittag wurden zwei PV-Anlagen besichtigt.

Eine der größten in Bayern mit ca. 120 ha wurde auf landwirtschaftlich hochwertigen Böden im Straubinger Gäu von einem (ehemaligen) Landwirt errichtet. Nach seinen Aussagen wurde das in der Regel schwierige Einvernehmen mit den Behörden und vor allem mit den Anliegern ohne Probleme hergestellt.

Die andere, deutlich kleinere Anlage wurde am Stadtrand von Plattling gebaut. Sie dient auch als Puffer zwischen der vorhandenen Wohnbebauung und einem neuen Gewerbegebiet. Der Betreiber, ebenfalls ein ehemaliger Landwirt, nutzt die Freiflächen als Schafweide.

Obwohl die Förderung von PV-Anlagen seit 1. Juli 2010 eingestellt ist, waren die Teilnehmer an den Vortragsinhalten sehr interessiert. Bereits in wenigen Jahren könnte die Solarnutzung wieder attraktiv sein.

Es ist damit zu rechnen, dass dann die Module so billig sind, dass sich die Installation und der Betrieb PV-Anlagen auf Ackerflächen auch ohne Förderung wieder lohnen werden.


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PD Dr. Hans Hochberg, Abteilungsleiter der Thüringer Landesanstalt stellte die Bestimmungsmerkmale der vorgefundenen Zielarten vor (Quelle: DLKG) Dr. Hans Hochberg, Abteilungsleiter der Thüringer Landesanstalt stellte die Bestimmungsmerkmale der vorgefundenen Zielarten vor

KULAP-Rundfahrt 2009

Bericht: Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Arbeitsgruppe Thüringen

Die traditionell, jährlich stattfindende KULAP-Rundfahrt bot auch in diesem Jahr Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch rund um das Thüringer Agrarumweltprogramm KULAP.

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Etwa 80 Teilnehmer, darunter Mitarbeiter der Landwirtschafts- und Naturschutzverwaltung sowie Landwirte, folgten am 3. Juni 2009 der gemeinsamen Einladung von Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), Deutschem Grünlandverband e.V. (DGV) und Deutscher Landeskulturgesellschaft (DLKG) nach Jena.

Auf extensiven Schafweiden konnten die Wirkungen unterschiedlicher Beweidungsintensität auf den Pflanzenbestand in Augenschein genommen werden. Exemplarisch erfolgte die Einschätzung des Verbuschungsgrades auf abgesteckten Parzellen. Die Diskussion machte deutlich, dass es noch Informationsbedarf gibt, um Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege flächenkonkret und förderunschädlich umzusetzen.

Erstmals seit 2008 wird die zielorientierte Maßnahme "Artenreiches Grünland" im KULAP Thüringens angeboten. Auf mehreren Praxisflächen mit Mutterkuhhaltung wurde die Vorgehensweise demonstriert. Um die Förderung in Anspruch zu nehmen, müssen je Feldstück nach vorgegebenen Begehungsregeln mindestens vier Zielarten aus dem 30 Arten umfassenden Thüringer Zielartenkatalog mit jeweils mindestens drei Individuen nachgewiesen werden. Im Ergebnis der Begehung konnte festgestellt werden, dass die Methode sicher angewendet werden kann.


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Pflegeobjekt im Raum Kirchheilingen (Quelle: DLKG) Pflegeobjekt im Raum Kirchheilingen

2008
Funktionsgerechte Pflege von Gehölzen im Agrarraum

Bericht: Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Arbeitsgruppe Thüringen

Hecken, Schutzpflanzungen und Baumreihen sind typische Strukturelemente Thüringer Agrarlandschaften, deren vielfältige Funktionen gezielt genutzt werden sollten.

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Über 50 Teilnehmer, darunter Landwirte, Planer, Berater und Behördenvertreter, trafen sich am 20. Januar 2009 im "alten Speicher" in Kirchheilingen zu einer Fachveranstaltung. Sie wurde gemeinsam von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), der Agrargenossenschaft e.G. Kirchheilingen, dem Gewässerunterhaltungszweckverband "Seltenrain" und der Arbeitsgruppe Thüringen der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) organisiert.

Im Blickpunkt standen bestehende Anforderungen von Natur-, Boden- und Gewässerschutz, die fachgerechte Vorbereitung und Ausführung erforderlicher Pflegearbeiten, die energetische Verwertung des Schnittgutes sowie die Beteiligung an entsprechenden Fördermaßnahmen des Freistaates. In der anschließenden Feldrundfahrt wurde bei winterlichem Wetter die Umsetzung an einigen Pflegeobjekten diskutiert.

Da erforderliche Gehölzpflegemaßnahmen i.d.R. nicht zu den Routinearbeiten im Landwirtschaftsbetrieb gehören, oft nicht kostendeckend realisiert werden können und zusätzlichen Verwaltungsaufwand erfordern, sind auch künftig erfolgreiche Betriebslösungen gefragt.

Zur Homepage der
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) Jena


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2008
Planungen und Konzepte für den ländlichen Raum –
Ein Arbeitsfeld mit Zukunft

Tagung der DLKG vom 27. und 28. November 2008
mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla)
Würzburg

Dank der Initiative unseres DLKG Mitgliedes Frank Neumann/ IPU-Ingenieurbüro für Planung und Umwelt Erfurt konnte erstmals eine gemeinsame Tagung der DLKG mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) veranstaltet werden. Herr Frank Neumann und Herr Dr. Armin Werner moderierten die mit rd. 90 Teilnehmern besuchte Vortragsveranstaltung.

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Am Abend des ersten Tagungstages wurde die die Ehrenmitgliedschaft des bdla an Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber verliehen. Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Bonn und ehemalige Studentin von Prof. Haber hielt eine sehr persönliche und eindrucksvolle Laudatio.

Am Anfang der Vortragsreihe, zweiter Tagungstag, stand das politische Handlungskonzept der Bundesregierung für den ländlichen Raum. Herr Wolfgang Reimer (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Bonn) erläuterte anhand dreier Thesen die Ausgangslage und die Zielvorstellungen der Bundesregierung. Aufgaben und Zusammensetzung einer interministeriellen Arbeitsgruppe „Ländliche Räume“ wurden vorgestellt.

Die nachfolgenden Beiträge von Herrn Volker Schmidt-Seiwert (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Bonn) und Gerhard Mahnken (Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner) machten deutlich, dass neue Antworten notwendig sind, um ausgeglichene soziale, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Verhältnisse zukünftig zu sichern.

Herr Dr. Dirk Engelke (pakora.net/ Büro für räumliche Planung Karlsruhe) und Herr Prof. Dr. Fritz Auweck (Fachhochschule Weihenstephan) berichteten vor dem Hintergrund des demografischen Wandels über umsetzungsorientierte Flächenmanagementkonzepte auf regionaler Ebene, neue Raumpioniere und altengerecht gestaltete Dörfer.

Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber (TU München Weihenstephan), Christof Thoss (Dt. Verband für Landschaftspflege DVL Ansbach) und Landschaftsarchitekt Helmut Wartner (WARTNER & ZEITZLER Landshut/ Plattling) referierten über Energielandschaften – aktuelle Probleme und Lösungen im ländlichen Raum. Zur Diskussion gestellt wurden Strategien und Erfolgsmodelle zur Biomassenutzung sowie eine neue Qualität von Photovoltaik – Landschaften im Sinne von "landscape architecture".

Zur Homepage des
Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla)

 

Vorträge / Präsentationen

Download im PDF-Format:
 

Prof. Fritz Auweck
Fachhochschule Weihenstephan,
Fakultät Landschaftsarchitektur, Landschaftsarchitekt bdla, Weihenstephan
Dörfer für eine alternde Gesellschaft entwickeln und gestalten
Zur Präsentation

 

Dr. Dirk Engelke
pakora.net/Büro für räumliche Planung, Karlsruhe
Umsetzungsorientiertes Flächenmanagement auf regionaler Ebene
Zur Präsentation

 
Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber
TU München-Weihenstephan,
Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues, München
Übertragbare Strategien zur naturverträglichen Biomassebereitstellung auf Landkreisebene
Zur Präsentation
 

Gerhard Mahnken
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung IRS, Abteilung Wissensmilieus und Raumstrukturen, Erkner
Raumpioniere, Raumbilder und Raummarken – Konzeptansätze für die Entwicklung des ländlichen Raums?
Zur Präsentation

 

Volker Schmidt-Seiwert
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat Europäische Raum- und Stadtentwicklung, Bonn
Ländliche Räume in Europa – beobachten und analysieren
Zur Präsentation

 

Christof Thoss
Deutscher Verband für Landschaftspflege DVL, Ansbach
Erfolgsmodelle energetischer Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege
Zur Präsentation

 
Helmut Wartner
Wartner & Zeitzler, Landschaftsarchitekten bdla, Landshut/Plattling
Solarfelder – Verschandelung oder Gewinn für die Kulturlandschaft?
Zur Präsentation
 
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2008
Strategiepapier für die Entwicklung der ländlichen Räume in Rheinland-Pfalz

Bericht: Prof. Axel Lorig
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

Die Landentwicklung in Rheinland-Pfalz hat ein neues Strategiepapier für die Entwicklung der ländlichen Räume in Rheinland-Pfalz entworfen und nach einem Ministerratsbeschluss eingeführt.

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Grundlagen für das Strategiepapier waren vielfältige Herausforderungen für die ländlichen Räume. So stehen die ländlichen Räume z.B. wegen der zunehmenden Konzentrations- und Rationalisierungsprozesse der Wirtschaft, der weiteren Liberalisierung der Märkte, der Globalisierung, der demographischen Entwicklung und der begrenzten Ressourcen der öffentlichen Haushalte vor neuen Herausforderungen.

Dieses Strategiepapier baut vor allem auf den Förderprogrammen der Europäischen Union (ELER, EFRE, ESF) des Bundes und des Landes (Paul) auf. Die Handlungsansätze der europäischen Förderprogramme sind in diesem Strategiepapier zusammengefasst. Die besonderen Möglichkeiten dieser Programme sollen mit Hilfe des Strategiepapiers optimal aufeinander abgestimmt und zielgerichtet umgesetzt werden. Das Strategiepapier verfolgt vor allem das Ziel, die ländlichen Räume als eigenständige Lebensräume zu entwickeln, Arbeitsplätze durch Stärkung der Wirtschaftskraft zu schaffen, die örtlichen Versorgungsstrukturen zu sichern und zu verbessern und zur Chancengleichheit aller Bevölkerungsgruppen beizutragen.

Insgesamt greift das Strategiepapier 11 Handlungsbereiche heraus, die im ländlichen Raum weiter zu entwickeln sind. Für die Bereiche Land-, Forstwirtschaft und Weinbau geht es um die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung.

Insgesamt will das Strategiepapier Wege aufzeigen, wie die ländlichen Räume erfolgreich weiterentwickelt werden können, die Bürgerinnen und Bürger dazu ermuntern, weiterhin ihre kreativen Ideen einzubringen und sich damit aktiv an der Gestaltung der Politik zu beteiligen.

Download im PDF-Format
Strategiepapier für die Entwicklung Ländlicher Räume [PDF]


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18.09.2008
Wasserrahmenrichtlinie – was wurde bisher erreicht?

Jahrestagung am 18. September 2008
der Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen in Minden

Die Kleine Aue als Beispiel
Die Kleine Aue ist ein linker Nebenfluss der Großen Aue und gehört zum Flusssystem der Weser. Sie ist neben der Großen Aue das bedeutenste Flachlandgewässer im Altkreis Lübbecke und hat von der Quelle bis zur Mündung eine Länge von etwa 20 Kilometern.

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Bereits im letzten Jahrhundert wurde mit dem Ausbau des Gewässers begonnen. Nach den verheerenden Hochwässern in den 50er und 60er Jahren wurde der Ausbau des Gewässers im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren durchgeführt.
Bereits Mitte der 1990er Jahre wurden die ersten Initiativen zur Umgestaltung der Kleinen Aue ergriffen.

Grund war dabei die Absicht der Stadt Espelkamp, an der Kleinen Aue ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Das veränderte Umweltbewusstsein zum einen und die Erfahrungen aus dem seit 1989 laufenden Pilotprojekt an der Großen Aue führte jedoch zu anderen Überlegungen. Anstatt einer punktuellen technischen Lösung sollte eine Verbesserung des gesamten Gewässers erreicht werden. Dafür war die Stadt bereit, die Trägerschaft für das im Sondereigentum stehende Gewässer zu übernehmen. Ziel der Bodenordnung war die Wiederherstellung eines naturnahen, ökologisch wertvollen Flachlandgewässers.

Dabei waren die nutzungsorientierten Ziele wie Hoch- und Trinkwasserschutz sowie die Standortverhältnisse für die Landwirtschaft mit zu berücksichtigen.

Folgende Ziele wurden erreicht:

  • Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Gewässerlaufes mit durchgängiger Gewässersohle,
  • Wiederherstellung einer typischen, vielgestaltigen Gewässerstruktur,
  • Verringerung der Grundwasserflurabstände,
  • Verbesserung der unnatürlichen Niederschlagsabflüsse durch Rückhaltung,
  • Verringerung des Unterhaltungsaufwandes durch starke Beschattung,
  • Verbesserung des Landschaftsbildes,
  • Entwicklung einer extensiv genutzten, durch Grünland geprägten Kulturlandschaft.

Zu diesem Zweck wurden die Ufergrundstücke durch Kauf und Tausch in das öffentliche Eigentum (Stadt Espelkamp) im Wege des Einvernehmens mit den betroffenen Eigentümern überführt. Darüber hinaus wurde die entsprechende Fachplanung als Voraussetzung für die Planfeststellung von der Flurbereinigungsbehörde im Zuge des vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens durchgeführt.

Heute ist die Kleine Aue ein ökologisch wertvolles Naherholungsgebiet.


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Auf ehemaligem Ansaat-Grünland in Oberweißbach erläutert Dr. Hans Hochberg, Leiter der Abteilung Tierproduktion und Futterbau der TLL den Exkursionsteilnehmern die Versuchsanlage und die Pflanzenentwicklung (Quelle: DLKG) Auf ehemaligem Ansaat-Grünland in Oberweißbach erläutert Dr. Hans Hochberg, Leiter der Abteilung Tierproduktion und Futterbau der TLL den Exkursionsteilnehmern die
Versuchsanlage und die Pflanzenentwicklung

KULAP-Rundfahrt 2008

Bericht: Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Arbeitsgruppe Thüringen

Langjährige Wirkungen von Extensivierungsmaßnahmen auf Grünlandparzellen sichtbar
In Wiederholung der zuletzt im Jahr 2005 durchgeführten Exkursion, fand am 18. Juni 2008 erneut eine Rundfahrt mit Besichtigung langjähriger Grünlandversuche statt, zu der die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), der Deutscher Grünlandverband e.V. (DGV) und die Deutsche Landeskultururgesellschaft (DLKG) gemeinsam eingeladen hatten.

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Etwa zwanzig Interessenten, vorwiegend aus Landwirtschafts- und Naturschutzverwaltung nahmen die Artenzusammensetzung der Grünlandparzellen an den Standorten Lichtenhain, Oberweißbach, Mordfleck und Wechmar in Augenschein. Dabei wurden insbesondere die langjährigen Auswirkungen verschiedener KULAP- Maßnahmen auf die Ausbildung der Pflanzenbestände deutlich.

Beispielsweise führt die Nutzungsauflassung, im Gegensatz zur regelmäßigen Mahd, langfristig auf allen Standorten zu Artenverlusten und einseitigen Artendominanzen. Am Beispiel der Berg- und Flachlandwiesen wurde gezeigt, dass es möglich ist durch standortangepasste, extensive Bewirtschaftung sowohl die jeweils typische Bestandsausprägung zu erhalten als auch wirtschaftlich verwertbare Erträge und Futterqualitäten zu gewinnen. Besonders bedeutsam ist dabei der Mahdtermin. Das neue KULAP 2007 bietet hierzu genügend Ausgestaltungsmöglichkeiten, die es zu nutzen gilt.

Außerdem bot die Exkursion Gelegenheit zur Bestimmung wichtiger Grünlandpflanzenarten, insbesondere in Hinblick auf die Anwendung der KULAP-Maßnahme L4 "Artenreiches Grünland".

Zur Homepage der
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) Jena


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Am Beispiel einer artenreichen Goldhaferwiese diskutieren die Tagungsteilnehmer verschiedene Aspekte und Anforderungen der Pflege sowie der praktischen Umsetzung durch den Landwirtschaftsbetrieb Wolfram (Quelle: DLKG) Am Beispiel einer artenreichen Goldhaferwiese diskutieren die Tagungsteilnehmer verschiedene Aspekte und Anforderungen der Pflege sowie der praktischen Umsetzung durch den Landwirtschaftsbetrieb Wolfram

2008
Mehrländerprojekt erfolgreich abgeschlossen!

Bericht: Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Arbeitsgruppe Thüringen

Am 28. Mai 2008 trafen sich in auf dem Riedelhof in Eubabrunn (Oberes Vogtland) Landschaftspfleger, Behördenvertreter und Landwirte aus Sachsen, Thüringen und Bayern zu einer gemeinsamen Fachveranstaltung unter dem Thema "Kosten der Landschaftspflege".

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Die gemeinsam von der Deutschen Landeskulturgesellschaft und den Landesanstalten für Landwirtschaft der Länder Thüringen, Sachsen und Bayern organisierte Veranstaltung diente zur Vorstellung der Arbeitsergebnisse eines Mehrländerprojektes der beteiligten Landesanstalten und ermöglichte zudem einen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der praktischen Landschaftspflege.

Peter Ritschel, amtierender Präsident der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, stellte in seinem Grußwort fest, dass durch Zusammenarbeit der Landesanstalten eine durchgängige Bearbeitungslinie vom Pflegeobjekt über Arbeitsgangfolgen bis hin zur Vollkostenrechnung für einige wichtige Standardverfahren geschaffen werden konnte. Dennoch besteht ein erheblicher Arbeitsbedarf, um die Vielfalt der Verfahren und Einsatzbedingungen in der Landschaftspflege in Kostenmodellen abbilden zu können.

Wolfram Güthler, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege e.V., betonte in seinem Grußwort, dass von der Gesellschaft klare Aussagen darüber erwartet werden, wie viel Naturschutz kostet und verwies auf neue Herausforderungen mit der Umsetzung der EU Agrar- und Naturschutzpolitik.

Im Vortragsteil wurden die inhaltlichen Bestandteile des Mehrländerprojektes und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt. Dazu gehören unter anderem das Beschreiben von Landschaftspflegeobjekten (Biotoptypen) mit konkreter Angabe von Pflegezielen, das Ermitteln leistungs- und kostenrelevanter Parameter für ausgewählte Verfahren der Schnittnutzung unterschiedlicher Wiesentypen in Sachsen sowie das Erarbeiten von Kalkulationsmodellen und deren Anwendung im landwirtschaftlichen Unternehmen. Nach Diskussion der Vorträge schloss sich am Nachmittag ein Exkursionsteil an. Neben der Vorstellung und Besichtigung von spezieller Landschaftspflegetechnik der sächsischen Landschaftspflegeverbände stand die Besichtigung von zwei unterschiedlichen Pflegeflächen auf dem Programm, wo die praktische Umsetzung der Landschaftspflegeanforderungen diskutiert wurde.

Die Inhalte der Vorträge enthält der Tagungsband "Kosten der Landschaftspflege"  anlässlich der Regionalveranstaltung der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) und gleichzeitig Fachtagung im Mehrländerprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft.

Download im PDF-Format
Tagungsband "Kosten der Landschaftspflege", Eubabrunn 2008 [PDF]


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