ArgeLandentwicklung und DLKG
auf dem 14. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

20. und 21. Januar 2021

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung im Alltag und Beruf wesentlich beschleunigt. Aus Mangel an Alternativen wurden in kürzester Zeit Vorbehalte überwunden und neue digitale Lösungen erarbeitet. Die Ländlichen Räume profitieren von dieser Entwicklung.

Doch die Frage ist, was bleibt, wenn die analogen Alternativen wieder zur Verfügung stehen. Wie können Errungenschaften, die gerade auch das Leben und Arbeiten fernab der Ballungsgebiete einfacher und effizienter machen, in die Zukunft überführt und etabliert werden? Welche Maßnahmen müssen dazu gerade auch in ländlichen Regionen ergriffen werden und wo besteht noch Handlungsbedarf?

Diese und weitere Fragen wurden auf dem 14. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung am 20. und 21. Januar 2021 online diskutiert. Ziel war es, dem Thema auf den Grund gehen. So wurden Forschungsergebnisse präsentiert, gute Beispiele aufgezeigt, Lösungsansätze diskutiert und beraten. Vor allem sollten Antworten zur Frage gegeben werden, welche Impulse die Ländlichen Räume nun tatsächlich brauchen.

In online-Fachforen wurde den Verbänden, Institutionen und Initiativen die Möglichkeit gegeben, gemeinsam mit den Teilnehmern das Generalthema

Alles digital oder doch wieder "normal"? Neue Formen von Arbeit und Teilhabe als Chance für die Ländlichen Räume

auszugestalten unter einem eigenen Blickwinkel zu erörtern.

Auch 2021 war die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (Arge-Landentwicklung) und die Deutsche Landeskulturgesellschaft (DLKG) mit dabei. Beide veranstalteten am Mittwoch, den 20. Januar 2021 ein gemeinsames Online-Fachforum zum Thema:

SMARTversorgte Dörfer – Digitales LandLeben

  • Begrüßung und Einführung sowie anschließende Moderation Dr. Harald Hoppe, Vorsitzender der ArgeLandentwicklung
  • Zukunftsdörfer – Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum –Erfahrungen aus dem Projekt Digitales Dorf in der Region Bayerischer Wald Prof. Dr. Diane Ahrens, Leitung Technologie Campus Grafenau für Digitalisierung und KI, Technische Hochschule Deggendorf
  • Smart Village Bad Belzig (Brandenburg) Nele Nopper, Projektleiterin des Smart Village e.V., Philipp Wilimzig, Smart Village Solutions GmbH, Madeleine Lee, Neuland 21 e.V.
  • Smart tau Hus – Digitales Landleben Mecklenburg-Vorpommern Jan van Leeuwen, Bürgermeister Gemeinde Hohenkirchen, Sabrina Hörner, Frauenhofer IESE
  • „Mühlenkreis“ 2.0 – Zukünftig SMARTversorgte Dörfer (NRW) Rainer Riemenschneider, Bündnis Ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V., Minden, Florian Jürgens, Geschäftsführer Mittwald CM Service, Eva Rahe, „Kümmerin“ Dorfgemeinschaft Hedem

Wie im online-Fachforum gezeigt wurde, kann den Auswirkungen des demografischen Wandels durch digitale Lösungen und Innovationen entgegengewirkt werden. Die Kommunen in ländlichen Regionen müssen sich heute zeitgemäß und daher deutlich attraktiver präsentieren. Die Herausforderung besteht darin, gerade in ländlichen Räumen, durch neue technische Lösungen die Angebote der Daseinsvorsorge zu verbessern. Dies eröffnet zugleich Perspektiven, mithilfe der Digitalisierung Teilhabe und Chancengleichheit für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.

Die Möglichkeiten zukunftsorientierter Service- und Dienstleistungen für die Menschen im ländlichen Raum wurden aus Sicht der Wissenschaft und durch innovative Beispiele ebenso beleuchtet wie die Gestaltung des ländlichen Raums als „the place to be“ für kreative und gründungsfreudige Menschen.

Die Präsentationen zum nachfolgenden Programm sowie eine knapp zweistündige Videoaufzeichnung der gesamten Veranstaltung finden Sie unter:

www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/zukunftsforum2021

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass das vollständige Programm und die Dokumentation aller Zukunftsforen seit 2008 auf www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de zu finden sind. Hier sind auch die Präsentationen zu den genannten Vorträgen des Fachforums eingestellt.