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Wir über uns

Die Deutsche Landeskulturgesellschaft (DLKG) ist eine wissenschaftlich ausgerichtete und interdisziplinäre Organisation zum Themenfeld der Entwicklung ländlicher Räume. Fachliche Schwerpunkte sind dabei die Landnutzung, Landeskultur und Landentwicklung sowie die Dorferneuerung, Orts- und Regionalplanung.

Mit bundesweit über 200 ständigen Mitgliedern vereint die Deutsche Landeskulturgesellschaft namhafte in den verschiedenen Bereichen der ländlichen Entwicklung tätige Personen und Institutionen. Die DLKG versteht sich als Forum für den Austausch von Wissenschaft und Praxis. Sie verfolgt das Ziel, im gemeinsamen Diskurs Strategien für die nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume zu erarbeiten. Die DLKG spricht damit gleichermaßen sowohl Planer als auch Praktiker aus privaten und öffentlichen Einrichtungen der Landentwicklung, aber auch Wissenschaftler der verschiedenen anwendungsorientierten Disziplinen an.

Regional erfolgt die DLKG-Arbeit in sieben Landesarbeitsgruppen (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Hessen/Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen), die wiederum maßgebliche Impulse in den bundesweiten Diskurs einbringen.

Geschäftsstelle und Ansprechpartner im Vorstand

Viola Kannemann (Geschäftsstelle)

Geschäftsstelle

Viola Kranich
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Institut für Landnutzungssysteme
in Müncheberg

Telefon: +49 (0) 33432 82-4076

Prof. Dr. Karl-Heinz Thiemann (Vorsitzender DLKG)

Vorsitzender

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Thiemann
Universität der Bundeswehr München
Institut für Geodäsie
Professur für Landmanagement
in Neubiberg

Telefon: +49 (0) 89 6004-4598

Dipl.-Ing. geod. Thomas Mitschang (stellvertretender Vorsitzender DLKG)

stellv. Vorsitzender

Dipl.-Ing. geod. Thomas Mitschang
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Ref. Ländliche Entwicklung, Bodenordnung und Flurbereinigungsverwaltung
in Mainz

Telefon: +49 (0) 6131 16-2490

Dipl.-Ing. Joachim Omert (Geschäftsführer DLKG und stellv. Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bayern)

Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Joachim Omert
Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken
Sachgebiet Landwirtschaft
in Würzburg

Telefon: +49 (0) 931 4101-146

Dipl.-Ing. Stefanie Flecke (Kassenführerin DLKG)

Kassenführerin

Dipl.-Ing. Stefanie Flecke
Amt für Bodenmanagement Marburg

Telefon: +49 (0) 6421 3873 3301

Arbeitsgruppe Baden-Württemberg

Dipl.-Ing. Claudia Kallning
Landratsamt Rems-Murr-Kreis
Geschäftsbereich Vermessung und Flurneuordnung
in Waiblingen

Telefon: +49 (0) 7151 501-2014

Dipl.-Ing. Dr. Harald Volz (Arbeitsgruppe Bayern)

Arbeitsgruppe Bayern

Dipl.-Ing. agr. Dr. Harald Volz
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz
in Freising

Telefon: +49 (0) 8161 71-5790

Dipl.-Verm.-Ing. Andreas Peter (Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen)

Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen

Dipl.-Verm.-Ing. Andreas Peter
Bezirksregierung Arnsberg
Dezernat 33 - Ländliche Entwicklung, Bodenordnung
in Arnsberg

Telefon: +49 (0) 2931 82-5596

Dr.-Ing. Andrea Soboth (Arbeitsgruppe Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland), © Richard Stephan Fotografie

Arbeitsgruppe Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland

Dr.-Ing. Andrea Soboth
IfR Institut für Regionalmanagement GbR
in Gießen

Telefon: +49 (0) 641 4941840

Dipl.-Ing. Anja Portsch (Arbeitsgruppe Sachsen)

Arbeitsgruppe Sachsen

Dipl.-Ing. Anja Portsch
Landratsamt Meißen Kreisvermessungsamt
in Großenhain

Telefon: +49 (0) 3522 303 2101

Dipl.-Ing. Kerstin Ebke (Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein)

Arbeitsgruppe Schleswig-Holstein

Dipl.-Ing. Kerstin Ebke
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Fachbereich Umwelt
in Rendsburg

Telefon: +49 (0) 4331 9453-346

Arbeitsgruppe Thüringen

Dipl.-Ing. agr. Maik Schwabe
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft TLL
in Jena

Telefon: +49 (0) 3641 683452

Vertreter der ArgeLandentwicklung

Dr. Michael Schaloske
Zentrum für Ländliche Entwicklung (ZeLE)
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
in Düsseldorf

Telefon: +49 (0) 211 4566-919

Zur Gründung

Die Gründung der DLKG geht auf das Jahr 1977 zurück. Sie Indessen hatte sie einen Vorgänger, den seit den 60er Jahren bestehenden, von Professor Dr. C. Husemann (Berlin-Dahlem) unter dem Schirm der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt/M. ins Leben gerufenen Arbeitskreis für Kulturtechnische Forschung.

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Sie Indessen hatte sie einen Vorgänger, den seit den 60er Jahren bestehenden, von Professor Dr. C. Husemann (Berlin-Dahlem) unter dem Schirm der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt/M. ins Leben gerufenen Arbeitskreis für Kulturtechnische Forschung. In loser Zusammensetzung förderte und steuerte er die kulturtechnische Wissenschaft in Deutschland, und zwar in engem Kontakt mit dem Ausland. Nach Husemanns Tod übernahm Professor Dr. H. Baumann (Berlin, später Kiel) die Leitung und wurde nun zum Initiator und Ideengeber bei der Gründung der DLKG. Als Verfasser der ersten Satzung stand ihm Präsident F.-J. Lillotte (Münster) zur Seite. Die Satzung wurde später von G. Terhardt (verstorben) und K. Reschke fortgeschrieben und in neuer Fassung 1992 verabschiedet.

Landeskultur ist wie kaum ein anderes Fach interdisziplinär orientiert. Das sollte dann auch bei der Arbeit der DLKG seinen Niederschlag finden und verwirklicht werden mit dem erklärten Ziel, die hierbei mitwirkenden Berufe zu vereinigen und jede Eingleisigkeit zu vermeiden: also Landwirte, Juristen, Geodäten, Wasserwirtschaftler, Geografen, Geologen/ Bodenkundler, Biologen, Landschaftsarchitekten, Forstleute, und zwar aus Wissenschaft, Verwaltung, Praxis und Verbänden. Welche andere wissenschaftliche Gesellschaft kann solche Vielfalt aufweisen?

Vorsitzende der DLKG war 1976 bis 1982 Professor Dr. H. Baumann (Kiel) – bis zu seinem Tode 1991 Ehrenvorsitzender; danach 1983 bis 1990 Professor Dr. N. Knauer (Kiel), 1991 bis 1998 Professor Dr.-Ing. R. Hoisl (München), 1998 bis 2010 Dr. A. Werner (Müncheberg) und seit 2010 Prof. Dr.-Ing. K.-H. Thiemann (München). Der zwölfköpfige Vorstand, ebenso wie der Vorsitzende auf jeweils vier Jahre gewählt, weist eine regionale und wiederum interdisziplinäre Streuung auf. Außer dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter gehören ihm der Geschäftsführer und der Kassenführer sowie einem Vertreter der ArgeLandentwicklung an, und im übrigen sind wiederum die Länderarbeitsgruppen durch ihre Obleute vertreten.

Auch hierbei war Baumann die treibende Kraft: alsbald nach der Gründung bildeten sich Arbeitsgruppen in den Ländern, und seit 1990 im Beitrittsgebiet, die über größere Veranstaltungen und Exkursionen hinaus die persönliche und kollegiale Kontaktpflege betrieben.

Rund um alle Probleme des ländlichen Raumes und nicht allein der Agrarstruktur entwickelten sich von 1977 an die jährlichen bzw. zeitweise zweijährlichen Jahres- bzw. Bundestagungen. Fachübergreifend waren und sind die Themen und die Besetzung mit den Vortragenden. Die behandelten Themen waren entweder allgemeiner Art, vor allem im Sinne der Einbettung in die Agrarpolitik bzw. der Politik für den ländlichen Raum, wie z.B. 2003 mit dem Thema des Überganges von der "alten" Flurbereinigung über die Landentwicklung zur Integrierten Ländlichen Entwicklung. Spezieller Art dagegen waren z.B. die Bearbeitung der Feldberegnung, der Gewässerpflege oder der Strukturelemente in der Agrarlandschaft. So ergibt sich ein bestimmter Rhythmus in vielfältiger Weise. Die erste Tagung der DLKG fand am 21. und 22. April 1977 in Gießen statt.

Der Gründungsvorsitzende der DLKG, Professor Dr. H. Baumann (Kiel), eröffnete die damalige Veranstaltung mit Worten, die nach fast 30 Jahren in weitestem Maße ihre Gültigkeit behalten haben; ging er doch auf den Landeskulturbegriff im eigentlichen Sinne ein: gemeint ist die Einheit von Nutzen und Pflegen der Agrarlandschaft. Die Ansprache wurde in der Zeitschrift für Kulturtechnik und Flurbereinigung 18 (1977), S. 258-260 veröffentlicht. Damit wurde diese Zeitschrift zum "Hausorgan" der DLKG, später fortgeführt als Zeitschrift für Landnutzung und Landentwicklung, aber bedauerlicherweise mit Vol. 5 des Jg. 44 (2003) eingestellt. Bis dahin wurden alle Vorträge und sonstigen Ergebnisse der Jahrestagungen hierin veröffentlicht (Originalbeiträge).

Ab 1990 vollzog sich rasch die Integration des Beitrittsgebietes und seiner vielen hochinteressierten und wohlgerüsteten Landeskulturfachleute. Schon 1992 fand dort – in Jena – erstmals eine Bundestagung statt. Hiermit gesellten sich zu den "klassischen" Standorten der landeskulturellen Forschung – in Berlin-Dahlem, Kiel, Bremen, Bonn, Gießen und München – solche aktiven Einrichtungen hinzu wie in Jena und Müncheberg.

von Kurt Reschke, Bremen
Der Verfasser war 1980 bis 1990 Obmann der Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen und 1991 bis 1994 Schriftführer der DLKG.


 

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